created by schokobanane.

Dank Schutti-Goldtor überwintert SVM auf Rang zwei


Beim letzten Heimspiel der Wintersaison hieß es für den SV Bauwelt Koch Mattersburg noch einmal, die bislang äußerst erfolgreiche Saison noch einmal mit einem vollen Erfolg abzuschließen. Nicht nur deshalb, da der letzte Heimsieg gegen Sturm schon mehr als drei Jahre zurücklag.

Dementsprechend verkündeten die Fanclubs auch per Transparent: „Die Nummer eins in grün – wir stehen zu euch!“ und „Die beste Saison bisher – geht da noch mehr?“ waren da zu lesen.

Vor dem Anpfiff übergab Obmann Martin Pucher symbolisch zwei Schecks im Gesamtwert von 89.000 Euro, die (wie berichtet) im Rahmen der Advent-Spendenaktion für notleidende Familien und Kinder im Burgenland gesammelt wurden.

Das Spiel

Sturm Graz startete aktiver als die Hausherren, Leitgeb (6.) und Rauter (8.) gaben je vom Sechzehner erste Warnschüsse auf das Gehäuse von Thomas Borenitsch ab.

In Minute zehn dann große Aufregung, als Schiedsrichter Steiner als einziger unter den 8200 anwesenden Besuchern einen rotwürdigen Ellenbogencheck von Dietmar Kühbauer am sich folglich am Boden wälzenden Herbert Rauter erahnte und den SVM-Kapitän („ich bin nur auf den Kopfball gegangen!“) vorzeitig duschen schickte.

Sturm gestaltete in numerischer Überlegenheit weiterhin das Spiel. Flilipovic zielte nur knapp neben das Tor (12.) und Thomas Borenitsch verhinderte bei Schüssen von Sarac (25.) und Prödl (33.) Schlimmeres.

Franz Lederer reagierte, indem er Atan, der zu Beginn neben Wagner stürmte, auf seine Stammposition für Kaintz ins rechte Mittelfeld zurückholte. Der eingewechselte Holenak nahm die freie Position im Zentrum ein, Thomas Wagner stürmte fortan alleine – und erzielte kurz darauf den Führungstreffer in Unterzahl (36.):

Cem Atan schleuderte einen Einwurf von der rechten Toroutlinie bis in den gegnerischen Strafraum, wo Schmidt per Kopf verlängerte und „Schutti“ das Leder volley ins lange Eck beförderte – 1:0!

Vor dem Pausenpfiff fand er nach starkem Dribbling noch eine weitere gute Möglichkeit vor, sein (früher) Schuss vom rechten Sechzehner verfehlte Szamotulski’s Kasten nur knapp (40.)

Nach dem Seitenwechsel und einsetzendem Regen wurde zwar beiderseits tapfer weitergekämpft, bei wenigen Abschlussmöglichkeiten schaute in der Folge nichts Messbares heraus. Bei der besten Möglichkeit lenkte Szamotulski einen von Patocka geköpften Fuchs-Freistoß an die Außenstange zum Corner (53.).

Eine Viertelstunde vor Spielende hatte der SVM das Heft nun auch mit zehn Mann komplett in die Hand genommen. Ein Mörz-Schuss streifte nach Patocka-Kopfableger knapp über die Latte (73.), Atan schoss einen Freistoß mit Effet nur knapp neben den Kasten.

Die Gäste konnten sich in den Schlussminuten bei wenigen Kontern nicht mehr gefährlich genug in Szene setzen, Mattersburg feierte auch zu zehnt endlich den lange herbeigesehnten Heimsieg gegen die „Blackies“ und überwintert dank des Ergebnisses in Graz mit 34 Punkten auf dem verdienten zweiten Platz!

Stimmen zum Spiel

Bernd Kaintz:

„Wir haben es allgemein schwer gehabt, in der Anfangsphase in die Partie rein zu finden. Mit dem Auschluss war es dann noch schwieriger. Franz Lederer hat dann taktisch auf einen Stürmer umgestellt und dann hat unser Spiel besser geklappt.“

Miroslav Holenak:

"Zu zehnt war es für uns ein enorm schweres Spiel. Durch unsere Aggressivität konnten wir dennoch mehr Chancen herausarbeiten und letztlich hat sich unser Wille, dieses Spiel unbedingt gewinnen zu wollen, durchgesetzt."

Franz Lederer (SVM-Trainer):

„Ich war über die rote Karte überrascht, aus meiner Sicht war es ein normales Kopfballduell. Aber ich nehme an, der Referee hat es aus seiner Sicht besser gesehen. Auf jeden Fall war es eine harte Entscheidung, die uns ein wenig aus der Ruhe gebracht hat. Wir wollten unser Heil in Konter suchen, hier hätten einige Aktionen besser klappen können. Dennoch hat die Mannschaft hat in der zweiten Halbzeit gut gekämpft, ist sehr gut gestanden und hat verdient gewonnen.“

Franco Foda (Trainer Sturm Graz)

„Ich bin über das Ergebnis und die zweite Halbzeit enttäuscht. In der ersten Halbzeit haben wir zwei hundertprozentige Chancen vergeben und Mattersburg hat aus keiner Chance eben ein Tor erzielt. Obwohl wir am Ende mit fünf Stürmern gespielt haben, waren wir zu wenig aggressiv und nicht bissig genug.“

Aufstellungen

SV Bauwelt Koch Mattersburg

Borenitsch; Pauschenwein, Sedloski, Patocka; Kaintz (32. Holenak), Kühbauer, Mörz, Schmidt, Fuchs; Atan (90. Lang), Wagner

SK Puntigamer Sturm Graz

Szamotulski; Prödl, Pöllhuber, Gercaliu (74. Lindschinger); Rauter, Leitgeb, Kienzl (78. Beichler), Säumel, Sarac (62. Rottensteiner); Filipovic; Peric

Gelbe Karten

Säumel (43.), Rauter (75.), Pöllhuber (77.)

Rote Karte: Kühbauer (11.)

Links
- Bilder vom Spiel in der SVM Mediengalerie



(09.12.2006)zurück >